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Hintergrundbild einer selbstbewussten Frau mit verschränkten Armen, professionell gekleidet.

Sophie

Was ist Commerce par agents? Definition, Beispiele und Reality Check zum KI-Shopping

Agentic Commerce beschreibt ein E-Commerce-Modell, bei dem KI-Agenten Produkte eigenständig recherchieren, vergleichen und teilweise kaufen. Nutzer:innen formulieren nur noch ein Ziel, die KI übernimmt den Rest. Klingt nach Zukunft? Ist es auch – nur entscheidet sich schon heute, wer davon profitiert: an der Qualität strukturierter Produktdaten.

Commerce Agentiel : Un chariot de courses numérique lumineux dans un flux de données, entouré d'icônes de produits symbolisant le commerce en ligne piloté par l'IA.

„Finde mir den besten Laptop unter 1.000 €.“ Recherche, Vergleich und Auswahl übernimmt die KI. Was lange nach Zukunft klang, wird gerade konkret. Unternehmen wie OpenAI, Shopify oder PayPal treiben das Thema sichtbar voran und testen neue Formen des Einkaufens. 

Was ist Agentic Commerce und wie funktioniert es?

Beim Agentic Commerce übernimmt eine KI zentrale Teile des Einkaufsprozesses – zunehmend eigenständig. Statt sich durch Shops zu klicken, formulieren Nutzer:innen ihr Ziel: Budget, Marke, Kategorie.

Der Agent analysiert Angebote, gleicht Optionen ab und priorisiert Ergebnisse. Dafür greift er auf unterschiedliche Datenquellen zu, bewertet Informationen und leitet daraus konkrete Empfehlungen ab. In ersten Szenarien stößt die KI sogar selbst Bestellungen an. 

Wie entwickelt sich Agentic Commerce aktuell?

Agentic Commerce: KI-Shopping-Agent vergleicht Sonnenbrillen-Modelle auf dem Smartphone nach Vorgabe „beste Sonnenbrille für Herren unter 150 Euro“.

Die Entwicklung nimmt spürbar Fahrt auf. Laut PWC könnten bis zu 15 Prozent des europäischen E-Commerce-Umsatzes bis 2030 durch KI-Agenten beeinflusst werden.

Auch auf Händlerseite passiert einiges: Rund jeder zweite Retailer beschäftigt sich bereits mit Agentic AI, etwa 20 Prozent setzen erste Lösungen ein.   

Parallel dazu verändert sich, wie Produktsuche überhaupt beginnt. Klassische Einstiegspunkte wie Google, Shops oder Marktplätze werden zunehmend durch KI-Plattformen wie ChatGPT und Google Gemini ergänzt. 

Homme en tenue d'affaires souriant gentiment, idéal pour les présentations professionnelles et les entreprises.
„Im Bereich der Product Discovery verschiebt sich der Einstiegspunkt: Statt klassischer Shops und Marktplätze treten zunehmend KI-gestützte Interfaces in den Vordergrund. Shops bleiben zentral – entwickeln sich aber stärker zum Ort der Transaktion, nicht mehr zum primären Startpunkt der Produktsuche.“

Ralf Priemer
CEO Channel Pilot Solutions

Was bedeutet „agentic“?

„Agentic“ beschreibt Systeme, die eigenständig handeln. Heißt konkret: Ziele verstehen, Entscheidungen treffen, Aktionen ausführen. Im E-Commerce wird daraus ein digitaler Einkaufsagent. Statt nur Befehle abzuarbeiten, interpretiert die KI eine Anfrage und entwickelt selbstständig einen Lösungsweg. 

Welche Bezahlmethoden sind möglich?

Damit KI-Agenten einkaufen können, müssen Zahlungsprozesse automatisiert ablaufen. Denkbar sind digitale Wallets, gespeicherte Zahlungsprofile oder tokenbasierte Freigaben. Unternehmen wie PayPal testen solche Modelle bereits. Gleichzeitig bleiben Sicherheit und Regulierung zentrale Themen.

Welche Vorteile bietet Agentic Commerce für Händler? 

Für Händler entsteht eine neue Discovery-Schicht im E-Commerce. Produkte werden nicht mehr nur über Google oder Marktplätze gefunden, sondern auch über Systeme, die Angebote eigenständig analysieren und priorisieren. 

Damit verschiebt sich der Fokus: 

  • Nicht das Shop-Frontend entscheidet über Sichtbarkeit, sondern die Qualität der Produktdaten.  
  • KI-Agenten arbeiten nicht mit Landingpages, sondern mit strukturierten Informationen: Eigenschaften, Preise, Verfügbarkeiten. 
  • Je besser diese Daten aufbereitet sind, desto höher die Chance, in Empfehlungen aufzutauchen. 

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Welche Herausforderungen bringt Agentic Commerce mit sich? 

Produktinformationen stammen häufig aus unterschiedlichen Systemen, liegen in verschiedenen Formaten vor und sind nicht konsistent. Damit KI-Agenten Angebote zuverlässig vergleichen können, müssen diese Daten vereinheitlicht und angereichert werden. Der zentrale Engpass bleibt damit die Datenqualität. 

Dazu kommen weitere Herausforderungen: 

  • Vertrauen in automatisierte Entscheidungen  
  • Payment-Sicherheit  
  • regulatorische Anforderungen  
  • Integration in bestehende Systemlandschaften 

Reality Check: Wie nah sind wir wirklich an Agentic Commerce?

Agentic Commerce entwickelt sich dynamisch – erste Anwendungen sind bereits sichtbar, das Potenzial ist groß. Gleichzeitig bleibt die Umsetzung komplex. Ein Spannungsfeld wird dabei besonders deutlich: Während Agentic Commerce auf offene Produktdaten angewiesen ist, versuchen große Marktplätze zunehmend, den Zugriff durch externe KI-Agenten zu kontrollieren

Plattformen wie Amazon und eBay gehen bereits aktiv gegen autonome Shopping-Agenten vor – etwa durch rechtliche Schritte, angepasste Nutzungsbedingungen oder Einschränkungen beim Zugriff. Hintergrund ist vor allem der Wunsch, zentrale Wertschöpfungsbereiche wie Produktsuche, Werbung und Transaktionen nicht aus der Hand zu geben.

Gleichzeitig deutet sich an, dass der Zugang künftig stärker über kontrollierte Schnittstellen, Partnerschaften und APIs geregelt wird – statt über offene Web-Zugriffe. Die Folge: Der freie Zugang zu Produktdaten wird eingeschränkt. Für Händler wird es damit umso wichtiger, strukturierte und gezielt bereitgestellte Datenfeeds zu nutzen, um in agentischen Systemen sichtbar zu bleiben. 

Weitere Infos zum Thema Produktdaten Optimierung findest Du hier.

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Sophie

Content & Social Media Marketing Managerin

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